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Karneval in Venedig – Farbtupfer in morbidem Grau

>> Vom Karneval  in Venedig ist überall die Rede. Die größte Zerstreuung bietet zu dieser Zeit hier die Maskierung, wie übrigens auch zu anderen Festen. Die Venezianer – von  Natur aus festlich gestimmt - lieben es, sich in die Massen und Vergnügungen derartiger Anlässe zu stürzen und dabei ihre Identität hinter Vermummungen zu verbergen. In der Tat sind sie ja vor die Notwendigkeit gestellt, Zerstreuungen ausfindig zu machen, die der Natur ihres Wohnortes entsprechen und sie für die entgangenen Vergnügungen der Landbewohner   entschädigen. Diese Verkleidungen eröffnen jede Gelegenheit für eine Unmenge an Liebesabenteuern, denn die Amouren von Venedig sind intrigenreicher als in irgend einem anderen Land. <<

(Text eines Kalenderblattes vom 1.3.2000)

 

Was der Engländer Joseph Addison Anfang des l8. Jahrhunderts über den venezianischen Karneval schrieb, bestimmte lange Zeit das Bild, das sich Besucher vom Karneval in der Lagunenstadt machten. Viele Teilnehmer verlockte der Karneval dazu, sich im Schutz der Masken über die strengen Moralvorstellungen hinwegzusetzen. Auch wenn der Karneval heute ein weitgehend für die Touristen inszeniertes Schauspiel ist: Der Faszination des Mummenschanzes vor dem venezianischen Nebel und den  sargschwarzlackierten Gondeln kann sich keiner entziehen.

So wie der Autor auf  o.a. Kalenderblatt beschrieben, war auch ich fasziniert von dem Maskentreiben, das vom frühen Morgen bis in die späten Abendstunden geht. Einheimische weniger, meistens Touristen in herrlichsten Kostümierungen, flanieren durch die Gassen der Lagunenstadt und tummeln sich auf den Plätzen, wie z.B. Campo di San Polo, Campo di San Stefano, Campo di Santa Maria de la Salute, Campo di San Giorgio Maggiore, Campo di San Zaccaria  oder im gesamten Bereich der Piazza di San Marco. Da sind das „Pierot-Pärchen“ und eine Laienspielergruppe aus Deutschland, die Gruppen „Stellamento“, „Hibou d’or „ und „Venissimo“ aus Frankreich, „Peace and War“ aus Belgien und viele, viele andere.

Alle „Masken“, waren gerne bereit, sich fotografieren zu lassen. Man konnte sich mit „ihnen“  an den wie obenbenannten schönsten Plätzen der Stadt  entsprechend den Lichtverhältnissen verabreden, um die Aufnahmen zu machen.

Die Kostüme sind, entsprechend des jährlichen Karnevalsthemas, von den Teilnehmern selbst angefertigt, was bei Gesprächen immer wieder ganz besonders hervorgehoben wurde. Durch Überreichen ihrer Visitenkarten signalisierten sie, dass man ihnen fürs Modellstehen einige Aufnahmen zur Erinnerung zusenden möge.

Die ausgestellten Exponate sind ein Teil der Aufnahmen, die ich bei  Fotoreisen in den Jahren 2000  - 2010 zum Karneval nach Venedig aufgenommen habe.

Einen herzlichen Glückwunsch an Anke und Sandrino für jeweils zwei Annahmen bei der Deutschen Fotomeisterschaft!